Aktualisiert im Oktober 2026 (WordPress 7.1): Dieser Beitrag erschien erstmals im Dezember 2022. Seitdem prüft WordPress einiges mehr. Ich habe ihn deshalb komplett überarbeitet, mit neuen Screenshots.
Unter Werkzeuge → Website-Zustand findest Du zwei Dinge: den Zustand Deiner Website mit Prüfungen und Empfehlungen und einen ausführlichen Bericht über Deine Installation.
Den Website-Zustand gibt es seit WordPress 5.2. Vorher brauchte man ein zusätzliches Plugin, um zum Beispiel an die Informationen zum Server zu kommen. Im Englischen heißt er „Site Health“, also so etwas wie der Gesundheitsstatus Deiner Website. Er ist eine einfache Möglichkeit, auch für Nicht-Techniker, an die unterschiedlichsten Informationen zu Deiner Installation zu kommen.
Heute navigiere ich meine Kundinnen dorthin und sie können mir die Infos zeigen oder einen Screenshot davon schicken.
So findest Du den Website-Zustand
Es gibt zwei Wege: • Im Menü: Werkzeuge → Website-Zustand • Auf dem Dashboard: im Widget „Website-Zustand“. Dort siehst Du die Bewertung auf einen Blick. Der Link im Widget führt direkt zur Liste.Der Reiter „Zustand“
Ganz oben steht die Gesamtbewertung, zum Beispiel „Gut“. Darunter listet WordPress alles auf, was es bei seinen Überprüfungen im Hintergrund gefunden hat:
- Kritische Probleme: Die solltest Du ernst nehmen und zeitnah angehen.
- Empfohlene Verbesserungen: Vorschläge, die Deine Website besser machen können. Ein Fehler sind sie nicht.
- Bestandene Tests: Alles, was in Ordnung ist. Diese Liste klappst Du über den Button „Bestandene Tests“ auf.
Jeder Eintrag hat ein Etikett wie „Leistung“, „Sicherheit“ oder „Datenschutz“. Klappst Du einen Eintrag auf, erklärt WordPress, worum es geht, und verlinkt oft direkt auf die passende Einstellung. Na ja, selbsterklärend ist das nicht immer. Und nicht jeder Hinweis ist für Deine Website wirklich relevant.
Bei meiner eigenen Website stehen dort gerade vier Empfehlungen. Daran sieht man gut, wie unterschiedlich die Hinweise sind:
- Bilder im AVIF-Format bereitstellen: Diese Prüfung bringt bei mir ein Plugin mit. Plugins dürfen eigene Prüfungen ergänzen. Nicht alles im Website-Zustand stammt also von WordPress selbst.
- Der Opcode-Cache ist nicht aktiviert: Eine Einstellung auf dem Server, die PHP schneller macht. Das ist Sache Deines Hosters. Frag dort nach, ob er sie aktivieren kann.
- Du solltest einen persistenten Objekt-Cache verwenden: Dazu gleich mehr.
MCP OAuth discovery documents: Auch diese Prüfung kommt von einem Plugin. Deshalb steht sie auf Englisch da.
Der Hinweis zum persistenten Objekt-Cache
Diesen Hinweis gibt es seit WordPress 6.1. Er taucht allerdings nicht bei jeder Website auf. WordPress zeigt ihn nur bei einer Multisite oder wenn die Datenbank eine bestimmte Größe erreicht hat, etwa mehr als 1.000 Beiträge, Kommentare oder Benutzer:innen. Zu den Beiträgen zählt WordPress dabei auch Seiten, Medien und Revisionen. Deshalb erscheint der Hinweis auch bei Websites, die gar nicht so groß wirken. Bei meiner zum Beispiel.
Bei einer normalen Website kannst Du ihn vernachlässigen. Bietet Dein Hoster Redis oder Memcached an, kann ein Objekt-Cache Deine Website trotzdem etwas schneller machen. Frag im Zweifel dort nach.
Neu seit 2022: Was WordPress zusätzlich prüft
Seit meinem ersten Beitrag sind einige Prüfungen dazugekommen. Diese begegnen Dir am häufigsten:Ist alles in Ordnung, siehst Du diese Prüfungen nur, wenn Du „Bestandene Tests“ aufklappst. Bei mir sind es gerade 27 Einträge ohne Probleme.
Der Reiter „Bericht“
Im Bericht gibt es richtig viele Informationen, sortiert nach Bereichen: WordPress, Verzeichnisse und Größen, Drop-ins, aktives Theme, inaktive Themes, Must-Use-Plugins, aktive und inaktive Plugins, Medienverarbeitung, Server, Datenbank, WordPress-Konstanten und Dateisystem-Berechtigungen.
Manche Bereiche erscheinen nur, wenn es dazu etwas zu zeigen gibt. Arbeitest Du mit einem Child-Theme, kommt zum Beispiel der Bereich für das übergeordnete Theme dazu. Und auch hier können Plugins eigene Bereiche ergänzen. Bei mir steht etwa „Aktive Snippets“ in der Liste.
Je nachdem, welchen Bereich Du aufklappst, siehst Du die passenden Details.
Beim aktiven Theme sind das neben dem Namen die Version, der Autor, ein Link zur Website des Autors, die Theme-Funktionen (etwas kryptisch!), der Ort des Theme-Verzeichnisses und ob automatische Aktualisierungen aktiviert sind.
Bei einem Child-Theme steht unter „Übergeordnetes Theme“ außerdem das Eltern-Theme, also zum Beispiel Divi.
Den Bericht kopieren und weitergeben
Praktisch ist der Button „Bericht in die Zwischenablage kopieren“. Damit kannst Du den kompletten Bericht zum Beispiel in eine Mail einfügen, wenn Du Hilfe brauchst.
Aber Vorsicht: Der Bericht enthält Serverpfade, Versionsnummern und Deine komplette Plugin-Liste. Schick ihn deshalb nur an Menschen, denen Du vertraust, und poste ihn nicht in Foren oder Facebook-Gruppen.
Ich kopiere mir den Bericht übrigens auch selbst, um später Veränderungen festzustellen.
Gut heißt nicht immer aktuell
Auch Deine PHP-Version prüft der Website-Zustand. Er schaut dabei allerdings nur auf den Versionszweig, zum Beispiel PHP 8.3. Ob die neueste Sicherheitsversion installiert ist, prüft er nicht.
Ich habe das ausprobiert: PHP 8.3.36 vom Oktober 2026 bekommt das grüne Häkchen. PHP 8.3.0 vom November 2023 bekommt es genauso, obwohl darin fast drei Jahre Sicherheitsupdates fehlen. Erst ältere Versionen wie PHP 7.4 meldet WordPress als unsicher.
Welche Version genau läuft, findest Du im Bericht unter „Server“ in der Zeile „PHP-Version“. Ob sie aktuell ist, siehst Du auf php.net, oder Du fragst Deinen Hoster. Mehr dazu in meinem Beitrag zur PHP-Version.
Wie oft solltest Du reinschauen?
Du wirst nicht täglich dort reinschauen und vielleicht sogar nur einmal im Jahr. Die meisten schauen sich den Website-Zustand nur dann an, wenn im Dashboard-Widget nicht „Gut“ steht oder von kritischen Problemen die Rede ist. Oder wenn irgendwas nicht mehr funktioniert und Du mich „rufst“ 😉
Mein Tipp: Schau nach jedem größeren WordPress-Update kurz hinein. Dann fallen Dir neue Hinweise auf, bevor sie zum Problem werden.
Keine Lust auf Technik-Checks?
Verstehe ich gut. Genau dafür gibt es meine Wartung: Ich behalte Updates, PHP-Version und Backups Deiner Website im Blick und melde mich, wenn etwas zu tun ist.
Fazit
Der Website-Zustand ist so etwas wie der Gesundheitscheck Deiner WordPress-Website. Er zeigt Dir, was gut läuft und wo es hakt. Nimm kritische Probleme ernst, sieh Empfehlungen als Vorschläge und denk daran: Ein grünes Häkchen heißt nicht automatisch, dass alles auf dem neuesten Stand ist.
Was zeigt der Website-Zustand bei Dir an? Schreib es gern in die Kommentare.






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