WordPress-Core: Was ist das und warum Updates zählen

1.Okt. 2026 | WordPress | 0 Kommentare

Aktualisiert im Oktober 2026 (WordPress 7.1): Diesen Beitrag gab es schon 2022, allerdings sehr knapp. Ich habe ihn erweitert, damit Du genau weißt, was der Core ist und was das für Deine Updates bedeutet.

Dieser Begriff begegnet Dir bei WordPress immer wieder, besonders wenn es um Aktualisierungen geht. Der „Core“ ist der Kern, also das Grundprogramm von WordPress. Ohne ihn läuft nichts: kein Theme, kein Plugin, kein Beitrag.

Man kann sich das wie bei einem Haus vorstellen. Der Core ist das Fundament mit den tragenden Wänden. Das Theme ist die Einrichtung, Plugins sind die Extras wie eine Alarmanlage oder ein Wintergarten. Und Deine Texte und Bilder sind das, was Du ins Haus hineinstellst.

Was gehört zum Core und was nicht?

Schaust Du Dir Deine WordPress-Installation auf dem Server an, siehst Du drei Ordner und eine Reihe von Dateien:

  • wp-admin: alles für den Verwaltungsbereich, also das Backend. Gehört zum Core.
  • wp-includes: die Funktionen, die WordPress im Hintergrund braucht. Gehört zum Core.
  • Dateien im Hauptverzeichnis wie index.php oder wp-login.php. Gehören zum Core.
  • wp-content: Deine Themes, Plugins und Medien. Gehört nicht zum Core, das ist Dein Bereich.
  • wp-config.php: Hier stehen die Zugangsdaten zur Datenbank. Die Datei entsteht bei der Installation und gehört zu Deiner Website, nicht zum Core.

Und Deine Seiten, Beiträge und Einstellungen? Die liegen gar nicht in Dateien, sondern in der Datenbank.

Aufbau einer WordPress-Installation: wp-admin, wp-includes und Hauptdateien bilden den Core, wp-content und Datenbank gehören zu Deiner Website

Warum Du Core-Dateien nie selbst bearbeiten solltest

Bei jedem Update ersetzt WordPress die Core-Dateien durch die neue Version. Hast Du dort etwas geändert, ist das danach weg. Im schlimmsten Fall funktioniert Deine Website dann nicht mehr richtig, oder Du hast eine Sicherheitslücke eingebaut, ohne es zu merken.

Im Internet findest Du immer wieder Tipps, in denen „mal eben“ eine Datei angepasst wird. Für eigene Anpassungen gibt es aber bessere Wege:

  • ein Child-Theme, wenn es um Darstellung und Theme-Funktionen geht
  • ein Plugin für Code-Snippets, wenn Du kleine Funktionen ergänzen möchtest
  • die Theme-Optionen, zum Beispiel bei Divi den Bereich für eigenes CSS oder Code im Kopfbereich

Die Ausnahme ist die wp-config.php. Die darfst Du anpassen, zum Beispiel um den Fehlermodus einzuschalten. Mach vorher aber immer eine Sicherung.

Core-Updates: Wo und wie?

Alle Aktualisierungen findest Du im Backend unter Dashboard → Aktualisierungen.

In der Adresszeile steht dann „…/wp-admin/update-core.php“. Hier aktualisierst Du WordPress selbst, aber auch Plugins, Themes und Übersetzungen.

Bei den Versionsnummern gibt es zwei Arten:

  • Hauptversionen wie 7.0 oder 7.1 bringen neue Funktionen. Davon erscheinen mehrere pro Jahr.
  • Wartungs- und Sicherheitsversionen wie 7.1.3 oder 7.1.4 beheben Fehler und schließen Lücken.

Die Wartungs- und Sicherheitsversionen installiert WordPress standardmäßig automatisch. Hauptversionen dagegen nicht, es sei denn, Du stellst es auf der Aktualisierungsseite so ein. Manche Hoster haben eigene Regeln und aktualisieren selbst. Schau also ruhig mal nach, wie es bei Dir eingestellt ist.

Seite WordPress-Aktualisierungen im Backend, in der Adresszeile ist update-core.php markiert, darunter die aktuelle Version 7.1.4

Bevor Du eine neue Hauptversion installierst

Neue Funktionen sind schön, aber bitte nicht blind auf „Aktualisieren“ klicken:

  1. Prüfe, ob Deine Plugins und Dein Theme für die neue Version getestet und freigegeben sind.
  2. Erstelle vorher ein vollständiges Backup, damit Du zurück kannst.
  3. Warte mit dem Update, bis klar ist, dass Deine Umgebung mit der neuen Version zurechtkommt.

Bei reinen Sicherheitsversionen solltest Du dagegen nicht lange warten. Die schließen Lücken, die oft schon bekannt sind.

Welche Version läuft bei Dir?

Das siehst Du auf zwei Wegen:

  • im Dashboard-Widget „Auf einen Blick“
  • unter Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht, Bereich „WordPress“

Mehr zum Website-Zustand findest Du in meinem Beitrag dazu.

Fazit

Der Core ist das Fundament Deiner Website. Halte ihn aktuell, lass die Finger von seinen Dateien und mach vor größeren Updates ein Backup. Dann hast Du schon viel richtig gemacht.

Wie Du ein Backup einrichtest und wiederherstellst, zeige ich Dir in meinem Beitrag über WordPress-Backups.

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