Aktualisiert im November 2026: Ich habe den Beitrag überarbeitet, zwei Ungenauigkeiten zum „Super-Admin“ korrigiert und die übrigen Rollen ergänzt.
Der Administrator, kurz Admin, ist der wichtigste Benutzer bei WordPress. Er darf alles: Updates von WordPress, Plugins und Themes einspielen, Benutzer anlegen, Einstellungen ändern. Er hat den Überblick und ist im besten Fall auch Deine Ansprechperson, wenn es um Deine Website geht.
Gibt es einen „Super-Admin“?
In meinem alten Beitrag hatte ich den Admin aus der Installation „Super-Admin“ genannt. Das muss ich korrigieren.
Den Super Admin gibt es bei WordPress wirklich, aber nur bei einer Multisite, also wenn mehrere Websites in einer einzigen WordPress-Installation laufen. Der Super Admin verwaltet dann das ganze Netzwerk.
Bei einer ganz normalen Website sind alle Administratoren gleichberechtigt. Der erste Admin, den Du bei der Installation angelegt hast, hat keine besonderen Rechte. Ein anderer Administrator kann ihn sogar löschen. WordPress fragt dabei, wem die Beiträge und Seiten künftig gehören sollen.
Auch die Mails, die WordPress verschickt, hängen nicht am ersten Admin. Sie gehen an die Administrations-E-Mail-Adresse, die Du unter Einstellungen › Allgemein einträgst. Warum WordPress Dich regelmäßig fragt, ob diese Adresse noch stimmt, erkläre ich Dir in einem eigenen Beitrag.
Mein Tipp: Nenne Deinen Admin niemals „admin“
Ich meine den Benutzernamen. Der Name „admin“ ist das Erste, was Angreifer beim Login ausprobieren. Dann fehlt ihnen nur noch das Passwort.
Bei der Installation wählst Du den Benutzernamen selbst. Nimm etwas, das nicht naheliegt, also auch nicht den Namen Deiner Website.
Und noch ein kleiner Trick: Unter Benutzer › Profil stellst Du bei „Öffentlicher Name“ ein, was über Deinen Beiträgen steht. Wähle dort Deinen Vornamen oder Deinen vollen Namen, dann ist Dein Benutzername nicht auf der Website zu sehen.
Hast Du schon einen Benutzer „admin“? Den Benutzernamen kann man in WordPress nicht ändern. Lege einfach einen neuen Administrator mit anderem Namen an, melde Dich damit an und lösche den alten. Die Inhalte ordnest Du dabei dem neuen Benutzer zu.
Was darf ein Administrator?
- Bereich Berechtigung: Benutzer anlegen, ändern, löschen, Rollen vergeben
- Plugins: installieren, aktivieren, deaktivieren, aktualisieren, löschen
- Themes: installieren, aktivieren, anpassen, aktualisieren, löschen
- WordPress: aktualisieren, Einstellungen ändern, Werkzeuge wie Export und Import nutzen
- Seiten und Beiträge: anlegen, ändern, veröffentlichen, löschen (auch die von anderen)
- Medien hochladen, ändern, löschen
- Kategorien und Schlagwörter anlegen, ändern, löschen
- Kommentare freigeben, ändern, löschen
Installierst Du weitere Plugins, bekommt der Administrator oft zusätzliche Rechte. Das hängt natürlich davon ab, was das Plugin macht 😉
Die anderen Rollen im Überblick
Nicht jede:r, die oder der an Deiner Website mitarbeitet, muss Administrator sein. WordPress bringt diese Rollen mit:
- Administrator: darf alles.
- Redakteur: verwaltet alle Beiträge und Seiten, auch die von anderen, und moderiert Kommentare. An Plugins, Themes und Einstellungen kommt er nicht heran.
- Autor: schreibt und veröffentlicht eigene Beiträge.
- Mitarbeiter: schreibt eigene Beiträge, darf sie aber nicht veröffentlichen. Das übernimmt ein Redakteur oder Admin.
- Abonnent: kann sich anmelden und sein Profil pflegen, mehr nicht.
Mein Rat: Gib jeder Person nur die Rolle, die sie wirklich braucht. Wer nur Blog-Beiträge schreibt, ist als Autor oder Redakteur bestens aufgehoben. Weniger Admins heißt weniger Türen, durch die jemand hereinkommen kann.
Ein zusätzlicher Tipp: der zweite Administrator
Lege immer einen zweiten Administrator an, am besten mit einer anderen E-Mail-Adresse. Sperrst Du Dich mit dem ersten Konto aus, etwa weil das Passwort nicht mehr klappt oder die Mail zum Zurücksetzen nicht ankommt, hast Du eine Reserve.
Den Admin-Zugang gut schützen
- Nutze ein langes, zufälliges Passwort und speichere es in einem Passwort-Manager.
- Schalte, wenn möglich, die Zwei-Faktor-Anmeldung Dann reicht das Passwort allein nicht mehr. Ich nutze dafür auf fast allen Websites WP Cerber.
- Prüfe ab und zu unter Benutzer › Alle Benutzer, wer Administrator ist. Kennst Du einen Eintrag nicht, ist das ein Alarmzeichen.
Fazit
Der Administrator hat bei WordPress alle Schlüssel in der Hand. Einen „Super-Admin“ gibt es nur bei einer Multisite. Wähle einen eigenen Benutzernamen, halte zwei Admin-Konten bereit und gib allen anderen nur die Rechte, die sie brauchen.
Wie viele Administratoren hat Deine Website? Schau doch gleich mal nach 😊

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